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Leinenführigkeit - 5 Tipps, damit es klappt

Aktualisiert: 19. Feb.

Leinenführigkeit ist das Thema Nummer eins, wenn man Hundehaltende fragt, womit sie in der Erziehung am meisten Mühe haben. Und ja, es macht deutlich mehr Freude, mit einem Hund unterwegs zu sein, der an lockerer Leine geht. Zumal immer häufiger Leinenpflicht besteht und man gar nicht darum herumkommt, den Hund regelmässig anzuleinen.


Hier sind fünf einfache Tipps, die dir helfen können:

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Tipp 1: Der Spaziergang beginnt vor der Haustüre

Starte ruhig und möglichst entspannt. Wenn dein Hund bereits im Auto oder an der Haustüre auf 180 ist, wird es mit der Leinenführigkeit schwierig. Beginne deshalb genau dort. Gestalte den Ablauf bewusst ruhig und unaufgeregt.


Lass deinen Hund auf einem festen Platz, einige Meter von der Haustüre entfernt, warten. Ziehe in Ruhe Schuhe und Jacke an und hole ihn erst dann ab. Bereits hier achtest du auf Orientierung und forderst Aufmerksamkeit ein.


Nur wer Ruhe sät, kann Ruhe ernten. Nimm dir die Zeit, sie zahlt sich aus.

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Tipp 2: Erst sammeln, dann losgehen

Sobald ihr vor der Türe steht oder dein Hund aus dem Auto ausgestiegen ist, lasse ihn zwei Minuten ruhig hinter dir sitzen oder liegen. Verlässt er seine Position, beginnt die Zeit erneut bei null.


Du bestimmst den Startpunkt, nicht die Erregung deines Hundes.

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Tipp 3: Frühzeitig handeln

Gehe in einem ruhigen Tempo. Bremse deinen Hund rechtzeitig, bevor er dich überholt oder seine Nase bereits am Wegrand klebt. Der richtige Zeitpunkt für eine Ansprache ist dann, wenn dein Hund sich mental von dir löst.


Setze dir eine imaginäre Grenze. Bis dorthin darf dein Hund nach vorne gehen, nicht weiter. Wähle diese Grenze konsequent gleich, damit dein Hund versteht, was du erwartest.


Sprich ihn an, bevor er die Grenze überschreitet, und schicke ihn wieder hinter dich. Gehe danach ruhig weiter und prüfe zwischendurch mit einer Ansprache, ob dein Hund gedanklich noch bei dir ist.

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Tipp 4: Verbindlichkeit schafft Routine

Übe täglich rund 30 Minuten gezielt Leinenführigkeit. Halte den beschriebenen Ablauf konsequent ein, damit Routine entstehen kann. Ein klares Startsignal hilft deinem Hund zu erkennen, dass nun Leinenführigkeit stattfindet.


Regelmässigkeit ist entscheidend.

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Tipp 5: Bewusst in die Freiheit entlassen

Nach diesen 30 Minuten darf dein Hund in den Freilauf oder an die lange Leine, um zu schnüffeln und sich zu lösen. Entlasse ihn ruhig und kontrolliert, damit sich keine Erwartungshaltung aufbaut, dass auf die Leinenführigkeit stets eine unkontrollierte Entladung folgt.


Idealerweise bleibt die zuvor aufgebaute Ruhe erhalten. Leinenführigkeit bedeutet nicht Einschränkung, sondern Struktur. Und Struktur schafft Entspannung.



 
 
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