Stoppsignal – So baust du es richtig auf

Ein Stoppsignal ist in den verschiedensten Situationen wertvoll. In meinem Leben als Hundehalterin habe ich zwei wirkliche Schreckmomente erlebt und war froh, dass meine Hunde das Stoppsignal kannten. Einen dieser Momente erlebte ich mit meinem Malimix Skye. Wir waren auf dem Spaziergang und sie ist zum Bach direkt am Weg gerannt, wie sie das immer tat. Dieser Bach führte durch einen Tunnel unter dem Weg hindurch auf die andere Seite. Parallel zum Weg hatte es eine Bahnstrecke. Der Tunnel mit dem Bach - wo auch ein Hund noch bequem durchpasste - endete erst ein Stück nach dem Gleis. Weg und Bahngleis waren durch einen Zaun getrennt.

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Skye entschied an diesem Tag, den Tunnel zu erforschen und gelangte so auf die andere Seite. Nun lagen Bahngleis und Zaun zwischen uns. Der absolute Horror begann, als ich hörte, dass ein Zug näher kommt. Skye war schon im Begriff, über das Bahngleis zu mir an den Zaun zu rennen, denn ihr war ja nicht klar, dass sie wieder durch den Tunnel gehen sollte. Ich musste sie also jetzt dringend davon abhalten, das Geleis zu betreten und war froh, dass ich das Stoppsignal bereits mit ihr geübt hatte. Durch dieses konnte ich sie vor dem Bahngleis zum Stoppen bringen und ins Platz dirigieren. Nun konnte ich nur noch hoffe, dass sie trotz Zug liegen bleibt. Wenn du ein Stoppsignal aufbauen möchtest, dann hilft dir diese Anleitung dabei:

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So baust du das Stoppsignal auf:

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1. Nimm eher grosse Leckerli in deine rechte Hand.

2. Wirf das erste Leckerli weg und schicke deinen Hund los, damit er es sich holen kann.

3. Nun lockst du den Hund zu dir zurück. Aber nicht mit dem normalen Rückrufkommando. Bei diesem soll der Hund ja immer ganz zu dir kommen und bei dieser Übung wollen wir das ja verhindern.

4. Der Hund rennt nun zu dir. Auf halbem Weg zwischen dem Hund und dir, gehst du blitzschnell einen Schritt auf den Hund zu und hebst gleichzeitig die rechte Hand mit einem Leckerli gerade nach oben in die Luft.

5. Aus Reflex wird dein Hund sofort stehen bleiben und exakt in diesem Moment wirfst du das Leckerli über seinen Kopf hinweg, circa ein, zwei Meter hinter ihn. Er darf sich dieses jetzt holen.

6. Nun animierst du ihn erneut, zu dir zu kommen. Jetzt wirfst du das Leckerli in Laufrichtung hinter dich (er soll an dir vorbei auf die andere Seite rennen).

7. Jetzt beginnst du wieder bei Nummer 1 und machst den Ablauf so lange, bis der Hund verstanden hat, worum es geht.

8. Klappt das, kannst du nun ein Wortkommando, wie beispielsweise "stopp" in dem Moment hinzufügen, wo du deinen Arm hochreist. Ich würde immer Wort- und Sichtzeichen verwenden. Sollte der Hund einmal weit entfernt sein und dich nicht hören, sieht er wenigstens, was du von ihm möchtest.


Viel Erfolg beim Üben.


 

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