Hund auf Silvester vorbereiten

Idealerweise gewöhnst du deinen Hund im Welpen- und Junghundealter an nicht alltägliche Geräusche wie Raketenknaller oder auch Schüsse. Wie du deinen Hund auf Silvester vorbereitest, siehst du in unserem YouTube Video "Welpenerziehung - Welpen erziehen Teil 2" ab der sechsten Minute.

Wenn dein Hund schon älter ist oder bereits erste Unsicherheit im Zusammenhang mit Feuerwerk zeigt, dann empfehlen wir dir, deinen Hund auf diese Art von Geräuschen zu desensibilisieren und ihn weitestgehend daran zu gewöhnen. Damit solltest du bereits mehrere Wochen vor Silvester beginnen.


Dazu brauchst du Silvestergeräusche, gute Lautsprecher und eventuell ein Auto. Silvestergeräusche gibt es beispielsweise in diesem YouTube Video mit Silvestergeräuschen oder auch in diesem Feuerwerksvideo, welches du für die Gewöhnung verwenden kannst. So gehst du Schritt für Schritt vor:


1. In einem ersten Schritt berieselst du den Hund in für ihn angenehmen Situationen (beispielsweise bei der Fütterung, beim Kuscheln auf dem Sofa oder beim Kauen eines Knochens) mit den Feuerwerksgeräuschen in geringer Lautstärke. Beobachte deinen Hund aus dem Augenwinkel, er sollte sich wohlfühlen und unbekümmert weitermachen mit dem, was er gerade tut. Wichtig: Schaue deinen Hund nicht permanent an, sondern mache auch du weiterhin dein Ding und strahle Ruhe aus. Tue so, als wäre das alles das normalste der Welt.


2. Baue die Silvestergeräusche in immer mehr Situationen ein und erhöhe Schritt für Schritt die Lautstärke. So, dass sich dein Hund noch behaglich fühlt. Achte darauf, dass du die Geräusche nicht immer am selben Ort abspielst, da der Hund diese ansonsten mit der Örtlichkeit verbindet.


3. Gehe mit deinem Hund in einem nächsten Schritt auf einen verlassenen Parkplatz, lasse die Autotüren auf und spiele auch hier wieder die Feuerwerksgeräusche ab, nachdem du mit deinem angeleinten Hund ausgestiegen bist. Spiele mit deinem Hund oder mache einfache Übungen mit ihm. Baue auch immer wieder Ruhephasen ein, wo ihr einfach nur ein- und ausatmet, während die Silvestergeräusche weiter laufen. Auch hier kannst du die Lautstärke nun stufenweise erhöhen, bis der Hund auch bei voller Lautstärke keine Stressreaktionen mehr zeigt. Suche dir weitere abgelegene Parkplätze, damit dein Hund die Geräusche nicht mit einer Örtlichkeit verbindet.


Hund und Wohnung für Silvester vorbereiten


Mache am Silvestertag nichts, was du nicht auch davor regelmässig gemacht hast. Wenn dein Hund beispielweise im Büro am ungestörtesten ist, dann lasse ihn auch unter dem Jahr immer wieder dort schlafen und stelle im dort ein fixes Bettchen zur Verfügung. Es hilft, wenn man das Zimmer verdunkelt, damit der Hund das Feuerwerk nicht sieht. Beginne jedoch schon mehrere Wochen zuvor, deinen Hund auf sein Bettchen im besagten Raum zu schicken und lass die Rollläden herunter. Sodass der Hund diese Handlungen als völlig normal erachtet und nicht mit einem speziellen Ereignis verknüpft. Es hilft, dem Hund das Radio laufen zu lassen, damit die Feuerwerksgeräusche etwas übertönt werden. Auch hier gilt, lass das Radio für den Hund auch unter dem Jahr immer mal wieder laufen.


Spazieren gehen an Silvester


Wenn dein Hund panikartig auf Knaller reagiert, solltest du trotz Desensibilisierungsprogramm am Silvestertag auf den Spaziergang verzichten, da immer auch vor Mitternacht Raketen in die Luft geschossen werden. Wenn du mit dem Hund dennoch raus musst, dann sichere ihn doppelt an einem gut sitzenden Geschirr und dem Halsband. Lass ihn auf keinen Fall von der Leine!!!


Generell gilt: Hunde sind zu Hause am besten aufgehoben und sollten nicht in die Nähe eines Feuerwerks mitgenommen werden. Spätestens ab 21.00 Uhr sollten Hunde nicht mehr nach draussen gebracht werden.

Hund nicht alleine zu Hause lassen

Lasse deinen Hund an Silvester auf keinen Fall alleine. Sollte dein Hund zu Hause Angst zeigen, bestätige ihn nicht durch permanentes Bemitleiden in dieser, zeige ihm aber, dass du da bist. Probiere selbst gelassen und ruhig zu blieben. In schlimmen Angstfällen sprich mit deinem Tierarzt über Notfalltropfen oder ähnlich unterstützende Mittel.


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